3 fatale Finanzirrtümer, die sich vermeiden lassen (Wenn du sie nur kennst)

In der Welt der Finanzen ist es nicht immer einfach den Durchblick zu behalten. Wenn es um Geld geht, wissen immer viele Leute was das Beste für einen ist.

Das wird gefördert, da gerade bei diesem Thema die Angst oft mit von der Partie ist.

Ist meine Entscheidung richtig?

Werde ich mit diesem Investment wirklich Rendite erzielen?

Ist das wirklich das beste Produkt? Und kann ich davon in der Rente leben?

Etliche Irrtümer werden täglich begangen, die vielen überhaupt nicht bewusst sind. Egal ob aus Angst, Unwissenheit oder Leichtsinn. In den meisten Fällen lassen sie sich durch finanzielle Intelligenz vermeiden. Dieser Artikel beschreibt fatale Fehler, die einfach vermieden werden können.

Einen allgemeinen Tipp, den ich vorab mitgeben möchte ist folgender: Rationalität bei langfristigen Entscheidungen und kritisches Hinterfragen sind oft Schlüssel zu finanziellem Gewinn.

Nun aber zu den 3 fatale Finanzirrtümer, die sich vermeiden lassen, wenn man sie nur kennt.

Mein Anlageberater kümmert sich zuverlässig um meine Finanzen

Für viele ist das Thema der Finanzen ein Buch mit sieben siegeln. Das Auseinandersetzen damit macht vielen so viel Spaß wie den Keller auszumisten.

Aus diesem Grund wird nach (professioneller) Hilfe gesucht.

Der Ansatz dahinter ist vom Grund her ziemlich clever, da auch ich der Überzeugung bin, dass professionelle Beratung in vielerlei Hinsicht zu besseren und vor allem schnelleren Ergebnissen führt.

Allerdings zeigt die Wissenschaft im Bereich der Finanzen ein erschütterndes Ergebnis.

Diese Studie von Prof. Dr. Andreas Hackethal aus 2011 mit dem Titel “Messung des Kundennutzens der Anlageberatung” zeigt, dass Depots die von Anlageberatern betreut wurden sich nicht besser entwickelten, als vergleichbare, die selbst geführt wurden.

In der Studie wurden dabei nicht nur Bankberater berücksichtigt, sondern auch Finanzvertriebe, Vermittler und Finanzberater ohne Vermittlungstätigkeit.

Niemandem ist unser Geld wichtiger als uns selbst!

Daher sollte man sich gut überlegen, ob und wem man sein Geld anvertraut.

Finanzirrtum #1: Der Anlageberater ist mein bester Freund

Interessen gezielt Hinterfragen (Um sofort bessere Entscheidungen treffen zu können)

Dieses Irrtum kann direkt an das Vorherige angeknüpft werden.

Beim Thema Finanzen sind Beratung und Tipps so gut wie nie kostenlos, sondern finanzieren sich:

  • Über Vermittlungsprovisionen (z.B. von Produkten)
  • Über Kosten die für die Umsetzung entstehen (z.B. Ordergebühren der Bank für Transaktionen)
  • Über Honorare, also einen Festgelegten Betrag oder Stundensatz
  • Über Eigeninteressen (z.B. das Hypen einer bestimmten Aktie)

Dies sollte man im Kopf behalten, wenn man sich Beraten lässt oder auf Tipps vertraut.

Der Tippgeber vertritt in erster Linie seine eigenen Interessen, was auch in Ordnung ist.

Daher sollte man sich fragen:

Welches Interesse vertritt mein Gegenüber und steht dies im Einklang mit meinem Ziel.

Beratung ist in vielerlei Hinsicht richtig und wichtig!

Nur sollte hierbei nicht blind darauf vertraut werden, dass dies immer und von Anfang an gegeben ist. Kritisches Hinterfragen wird sich langfristig deutlich im vorhandenen Vermögen bemerkbar machen.

Finanzirrtum #2: Blindes Vertrauen auf Berater und Tippgeber, ohne die Interessen zu Hinterfragen

Viel Tun und Umsetzen bringt viel Rendite

Wenn es um das Geldverdienen geht ist den meisten klar, dass viel Arbeit ein wichtiger Bestandteil ist.

An der Börse gibt es die Weisheit:

Hin und her macht Tasche leer

Dies lässt sich sowohl auf die Börse, sowie auf den Vermögensaufbau anwenden und ist zugleich eine Falle, in die viele Tappen.

Geld arbeitet am besten an der Börse, wenn es nicht kontinuierlich bewegt wird, um dem neusten Trend hinterher zu laufen.

Das Bewegen von Geldern an der Börse hat nämlich einen immensen Nachteil:

Es verursacht bei jedem Mal kosten, welche die Rendite schmälern.

Wer konstant auf der Suche nach dem heiligen Gral ist, wird eher am Ende mit leeren Taschen dastehen oder zumindest einen Großteil seiner Rendite einbüßen.

Der Zinseszins-Effekt ist einer der wichtigsten Grundpfeiler um finanziell freier zu werden und mehr Kapital anzusammeln und sollte unbedingt beachtet werden.

Dieses Finanzirrtum beziehe ich vor allem auf langfristige Anlagestrategien. Bei kurzfristigen Spekulationen, welche jedoch nicht mit dem Großteil seines Kapitals geschehen sollten, kann und muss dies natürlich außer acht gelassen werden.

Finanzirrtum #3: Handeln und Kosten fallen beim Vermögensaufbau nicht ins Gewicht

Abschluss

Ich hoffe dir helfen diese Finanzirrtümer weiter, damit du zukünftig bessere Entscheidungen treffen kannst. Kontinuierliche Weiterbildung, gerade im finanziellen Bereich, führt zu solidem Wissen, welches sich kurz und langfristig in barem Geld auszahlt.

Nun würde mich von dir interessieren:

Welches ist das größte Finanzirrtum das du für dich erkannt hast?



1 Kommentar

  • Cooler Beitrag. Ich habe mich auch vor kurzer Zeit damit beschäftigt. Mein Mentor in diesem Bereich ist Gerald Hörhan aber auch deine Beiträge sind extrem interessant.

    Da ich noch sehr jung bin(21), betreffen mich die meisten Irrtümer nicht aber in meinen Bekanntenkreis und vor allem meine Eltern sind auf fast alle Irrtümer hereingefallen. Ich bin im Internetmarketing tätig und damit habe ich einen Finanzirrtum von Gerald nicht reingefallen, denn das Internet und die new economy ignorieren.

    Wir leben derzeit in einer Dienstleistungsgesellschaft, die sich immer stärker in eine Informationsgesellschaft verwandelt. Das Internet und andere digitalen Medien werden immer wichtiger und Wissen wird Stück für Stück bedeutender. Körperliche Arbeit wird dagegen, aufgrund zunehmender Automatisierung von Prozessen, immer unbedeutender.

    Menschen, die diese Entwicklung ignorieren und sich nicht mit ihr weiterentwickeln, werden verarmen. Das werden voraussichtlich fast alle sein und deshalb wird der Mittelstand zukünftig schrumpfen.
    Die Menschen hingegen, die verstehen, wie die new economy funktioniert, also wie das Internet funktioniert, wie man Webseiten erstellt, wie man Youtube, Facebook, Instagram usw. für sich nutzt, wie man ein Unternehmen online aufbaut, wie man ein Blog-Business aufbaut usw…. das werden die Menschen sein, die immer freier und reicher werden.

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